Passwörter merken leicht gemacht

Sie kennen die Herausforderung des Öfteren neue, sichere Passwörter zu vergeben und sich an diese beim nächsten Mal auch noch zu erinnern? Meist müssen die Passwörter aus mehreren Zahlen, Sonderzeichen und Buchstaben bestehen – unmöglich sich das alles zu merken? Wir stellen Ihnen hier eine sehr wirksame und dennoch einfache Technik vor, womit Sie sich sogar die schwierigsten Passwörter spielend einfach merken können.

 

Tipps und Regeln für ein sicheres Passwort

 

Wer sich bereits mit der Problematik der Vergabe sicherer Passwörter beschäftigt hat, der weiß, dass beispielsweise ein Passwort wie „12345“ sehr wenig Schutz bietet und in kurzer Zeit geknackt werden kann. Die Sicherheit der eigenen Daten kann nur ein anspruchsvolles Passwort ermöglichen.

Passwörter gelten dann als sicher, wenn diese zwischen 8 und 20 Zeichen lang sind und sie jeweils neu erstellt werden bzw. nicht schon für einen anderen Zugang in Gebrauch sind. Sie sollten darauf achten, keine Wörter oder Namen in Ihrem Passwort zu verwenden, die im Lexikon auffindbar sind und sowohl Zahlen und Großbuchstaben als auch Sonderzeichen zu verwenden.

Ein weiterer wertvoller Tipp ist, die Passwörter regelmäßig zu erneuern. Ein Passwort sollte maximal 1 bis 2 Monate im Einsatz sein und anschließend durch ein neues ersetzt werden. Für jeden Account braucht es dabei ein eigenes Passwort: E-Mail-Adresse, Facebook, XING und vieles mehr. Wer sich jedes Passwort davon merken muss, der wird dies als sehr anstrengend empfinden. Aus diesem Grund gibt es glücklicherweise eine einfache Technik, mit der dies möglich ist.

 

Wie sich wirklich jeder ein Passwort merken kann

 

Die Methode kann für alle Passwörter angewendet werden, wenn einige Schritte beachtet werden:

  1. Zuerst benötigt man einen Hilfssatz, der sehr einprägsam ist. Ein Beispiel an dieser Stelle wäre der Satz: „Ich gehe jeden Abend mit meinem Hund Gassi!“. Nun wird aus den Anfangsbuchstaben des Satzes eine Buchstabenfolge gebaut: IgjAmmHG!. Diese Reihenfolge wird der Kern des neuen Passwortes.
  2. Nun wird der Verwendungszweck definiert. Für jeden Account wird aus dem ersten sowie letzten Buchstaben des Systems und der Anzahl der Zeichen ein neues Kürzel. Wird ein Passwort für Facebook benötigt, so setzt sich das Kürzel aus dem ersten Buchstaben „F“, dem letzten Zeichen „k“ und der Anzahl der Zeichen des Wortes „Facebook“, also 8 zusammen: Fk8. Entsprechend für XING lautet das Kürzel dann: XG4.
  3. Anschließend wird der Hauptbestandteil des Passworts mit dem Kürzel für das System zusammengesetzt. Dabei kann das Systemkürzel vor oder nach dem Hauptwort stehen. Beispiel: Fk8IgjAmmHG! oder IgjAmmHG!XG4

Mit dieser Technik lassen sich auch in kurzer Zeit viele sichere Passwörter erstellen und regelmäßig austauschen. Dabei minimiert sich die Gefahr, dass das Passwort gleich wieder vergessen wird.

 

Erweitern Sie die Methode beliebig

 

sicheres-passwortNatürlich gibt es bei dieser Art der Passwort-Erstellung noch beliebig viele weitere Kombinationen und Zusätze, mit denen Sie Ihr Passwort erweitern können. Fortgeschrittene können zum Beispiel anstatt des ersten und letzten Buchstabens für das Systemkürzel den dritten und vorletzten verwenden und die ausgelassenen Stellen als zahl hinzufügen. Beispiel Facebook: co21.
Auch ein Anhängen einer weiteren Zeichenfolge an den Hauptteil ist möglich, um das Passwort zu verlängern. Als Beispiel bekommt unser Satz „Ich gehe jeden Abend mit meinem Hund Gassi!“ den Zusatz „Außer wenn es regnet“. Zusammengesetzt und eventuell noch durch ein weiteres Sonderzeichen getrennt, entsteht nun: IgjAmmHG!/Awer.

Die Möglichkeiten sichere Passwörter zu erstellen, die Sie sich auch einfach merken können,  sind also zahlreich vorhanden und können durch Ihre Kreativität voll ausgeschöpft werden.