Was ist eigentlich Malware?

Häufig geht es schneller als man denkt: Unachtsam im Internet gesurft, auf einen Link geklickt oder eine Datei herunter geladen und schon ist es passiert. Lästige Werbung taucht auf oder der User wird auf andere Webseiten weitergeleitet. Vielleicht wird man auch immer wieder aufgefordert, ein Programm zu kaufen oder bestimmte Software herunter zu laden. Wann immer dieses Verhalten am Computer auftritt, ist die Diagnose so gut wie sicher: Eine Infektion des Rechners mit Malware.

 

Was versteht man unter Malware?

 

Malware ist ein Sammelbegriff aus dem Englischen. Er wird heute zusammenfassend für alle Programme verwendet, die dem User bewusst und gewollt einen Schaden zufügen. Auf welche Art und Weise der Schaden entsteht, wie das Programm heruntergeladen wird oder schließlich seine Arbeit ausführt, ist für die Namensgebung unerheblich. Die Malware selbst wird jedoch in verschiedene Unterkategorien eingeteilt. So gibt es zum Beispiel Spyware, Viren, Trojaner und eine Reihe weiterer Programme. Am Ende dient Malware jedoch in welcher Weise auch immer nur einem Zweck: Sie soll dem Nutzer bzw. dem Computer schaden.

 

Wie kann man sich mit Malware infizieren?

 

Eine Infektion mit Malware geht schnell und kann selbst erfahrene Nutzer in einem Moment der Unachtsamkeit treffen. Generell kann Malware nämlich überall lauern: In Links, als Anhang in einer E-Mail oder gar in einer Datei selbst, die zum Beispiel von einem Kollegen auf einen USB Stick kopiert wurde. Genau das macht Malware auch so tückisch und so schwer zu entdecken. Der User hat vielleicht nur einen Aufsatz von einem Klassenkameraden erhalten, dessen Computer mit Malware infiziert ist. Wird diese Datei nun auf dem eigenen Rechner geöffnet, dann ist auch der eigene Computer infiziert. Dasselbe gilt für Links oder Anhänge in E-Mails, die unachtsam angeklickt bzw. geöffnet werden. Beim Surfen im Internet besteht die Gefahr hingegen vor allem durch den Download von Software und Programmen. Besonders häufig sind kostenlose Programme oder Raubkopien mit Malware infiziert. Auch wenn einige Anti-Virenprogramme die Infektion entdecken und in manchen Fällen sogar verhindern können, besteht die größte Gefahr darin, dass die Malware von dem Nutzer unerkannt bleibt und sich so ggf. durch den Versand von E-Mails oder die Weitergabe von Dokumenten verbreitet. Da Malware stets neu entwickelt und verbessert wird, haben es die Schutzprogramme zudem immer schwerer, die Malware zu entdecken und zu bekämpfen.

 

Wie kann man sich vor Malware schützen?

 

Trotz der Bedrohung durch Malware, ist die Schadsoftware kein Grund um sich aus dem Internet fernzuhalten. Ist der Computer mit einer entsprechenden Schutzsoftware ausgestattet und der Nutzer darüber hinaus beim Surfen im Internet aufmerksam unterwegs, dann ist das Risiko einer Infektion mit Malware relativ gering. So sollte man zum Beispiel auch Dokumente und E-Mails von Freunden immer auf Viren scannen lassen. Links in E-Mails von unbekannten Absendern sollte man hingegen grundsätzlich nur mit größter Vorsicht öffnen. Auch das Herunterladen von illegaler Software oder von Programmen ist ein großes Risiko und zudem strafbar. Es sollte ebenfalls unterlassen werden. Sollte es trotz aller Vorsicht dennoch zu einer Infektion mit Malware kommen, dann ist auch das kein Problem. Es gibt im Internet verschiedene Programme, wie zum Beispiel den ADWCleaner, die zuverlässig einen großen Teil der Malware aufspüren und entfernen können.

 

Wichtig: Immer auf den Softwarehersteller achten

 

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Achten sie auf den richtigen Hersteller der Software

Bei der Installation von Programmen sollte man grundsätzlich auf den Softwarehersteller achten und sich die Lizenzvereinbarungen durchlesen. Sowohl Adware als auch eventuell mit dem Programm installierte Zusatzsoftware werden in der Regel vom Hersteller angegeben. Dabei verlassen sich die Softwareentwickler darauf, dass der Nutzer die Lizenzbedingungen, also das Kleingedruckte, sowieso nicht liest. Damit liegt er in den meisten Fällen sogar absolut richtig und verschafft sich so auf legalem Wege die Möglichkeit, Malware auf dem Rechner eines Users zu installieren. Darüber hinaus lässt sich anhand des Namens der Malware so schnell erkennen, wer der Übeltäter ist und das Programm ist einfach zu entfernen. Leider gibt es jedoch auch einige heimtückische Programme, die keine Angaben zum Hersteller bzw. zu zusätzlich installierter Software machen. Andere Entwickler hingegen geben vor, das Programm sei von Microsoft oder einem anderen bekannten Softwarehersteller, um den Nutzer zu täuschen und zur Installation der Malware zu verleiten. Ein möglicher Schutz ist in diesem Fall eine Überprüfung der Programmeigenschaften vor der Installation. Die ist mit einem Rechtsklick und einem anschließenden Klick auf Properties möglich. Im dortigen Reiter Verify kann man das Programm schnell verifizieren, denn Originalprodukte von Microsoft sind alle mit dem Verified Siegel ausgestattet. Gefälschte Software und Malware haben dieses Siegel hingegen nicht.

 

Im Internet nach Malware recherchieren

 

Ist das Internet die größte Bedrohung was Malware angeht, so ist es gleichzeitig auch das wichtigste Hilfsmittel gegen ebendiese. Sind Sie sich nicht sicher, was ein Programm oder eine Datei genau macht, kann eine Suche im Internet schnell Abhilfe schaffen. Die meisten Malware Programme und deren Tricks sind nämlich von den vorherigen Opfern bereits veröffentlicht worden. Auf diese Weise erkennen Sie relativ schnell ob es sich um ein seriöses Produkt oder um Malware handelt. Auf dieselbe Art und Weise erfahren Sie übrigens auch im Falle einer Infektion, wie Sie die Schadsoftware wieder entfernen können.

 

Achtung Falle – Vorsicht beim Download von Entfernungstools

 

entfernungstool-besenIst der Rechner mit Malware infiziert, wird der User schnell verzweifelt und lädt hilflos das erstbeste Entfernungstool herunter, welches er im Internet findet. Genau zu diesem Vorgehen sollten Sie sich jedoch nicht verleiten lassen. Denn: Häufig sind genau diese Entfernungstools selbst voll von Malware. In diesem Fall löschen Sie ein Schadprogramm lediglich, um sich ein anderes zu installieren. Laden Sie entsprechende Software daher nur von bekannten Sicherheitsfirmen herunter oder lesen Sie sich Lizenzvereinbarungen und die Programmbeschreibung genau durch.

 

Fazit

Es ist wichtig zu wissen, dass Schadsoftware in den meisten Fällen generell erst einmal nicht gefährlich ist. Eine Manipulation der eigenen Daten findet nur in den seltensten Fällen statt. Dennoch ist Malware lästig und kann sich negativ auf Leistung und Geschwindigkeit Ihres Rechners auswirken. Ein entsprechendes Schutzprogramm das regelmäßig aktualisiert wird sowie ein gewissenhafter Umgang und entsprechende Umsicht beim Surfen im Internet und beim Umgang mit Programmen und Dateien sind das Patentrezept für einen Schutz vor Malware Infektionen.

 

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